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Frühgeschichte

Über das Dorf Reiser

Der Ort Reiser mit seinen Naturschönheiten dem Reiserschen Tal und Flachstal

 

Die erste urkundliche Erwähnung von Reiser lässt sich aus dem Jahr 1292 im Mühlhäuser Urkundenbuch nachweisen. Dort noch Risern genannt, das als Pluralform vom althochdeutschen Wort „ ris“ sich ableitet und Zweig bedeutet aber wohl auf eine Waldsiedlung hinweist. Das Dorf Reiser mit seinen 408 Einwohnern ist seit 1995 ein Ortsteil der Gemeinde Unstruttal und liegt im Unstrut Hainich- Kreis etwa 5 Km nördlich der Kreisstadt Mühlhausen. Reiser liegt idyllischen im Tal der Unstrut. In näherer Umgebung befinden sich das Naturschutzgebiet Flachstal und das Landschaftsschutzgebiet Reisersches Tal das um eine Flussschlinge der Unstrut festgelegt wurde. Die landschaftliche Schönheit des Reiserschen Tals zogen seit Beginn des 19. Jahrhunderts die Stadtbewohner aus dem nahen Mühlhausen an. Dies führte zur Eröffnung verschiedener Gastwirtschaften in Reiser, die neuen Lebensgewohnheiten nutzen wollten. Dieses Interesse blieb bis in die heutige Zeit erhalten. Leider gibt es die altbekannte Gaststätte „Reisersches Tal“ mit dem Biergarten nicht mehr. In östliche Richtung des Ortes in der Nähe des Friedhofes befindet sich die

Gaststätte „ Zum Flachstal“ mit einem Biergarten am Wanderweg zum Flachstal.

Der Fleiß der Bürger und die Förderung durch die Dorferneuerung nach der Wende ließen Reiser zu einem der schönsten Dörfer im Landkreis werden. Der Ort selbst besteht aus mehreren geschlossen Bauernhöfen in Fachwerkbauweise, die sich um die neu renovierte evangelische Kirche im Zentrum gruppieren. Der alte Ortskern wurde in der Unstrutaue auf dem Hochufer des Flusses in einer Höhenlage von 235 m ü. NN angelegt. Die umgebenden Muschelkalkhöhen reichen auf der Gemarkung des Ortes bis zu 336 m hohen Goldberg im Nordosten hinauf. Die Unstrut hat sich zwischen dem Nachbarort Dachrieden und Reiser in den morphologisch harten Muschelkalk eingetieft und Flussschlingen, so genannte Talmäander ausgebildet. Die Talhänge sind steil und enden in einer ebenen, bis zu 150 m breiten Aue. Sie sind zum Teil bewaldet oder werden von gebüschreichem Weideland geprägt. Im Südosten des Reischen Tales befindet sich eine Streuobstwiese. Die alte Flurbezeichnung „Weinberg“ nördlich des Ortes weist auf den früheren Weinbau im Unstruttal bei Reiser hin. Die Bahnlinie Gotha-Leinefelde quert zweimal den tiefgeschnittenen Lauf der Unstrut. Nur flüchtig kann der Reisende, wenn sein Zug über die hohen Bahnviadukte rollt, den Blick in eine reizvolle Landschaft werfen. Erst dem Besucher, welcher das Unstruttal bewandert, offenbart sich der das vielfältige Zusammenspiel der Pflanzen und Tierwelt mit Zeugnissen geschichtlicher Ereignisse. Das Wahrzeichen des Ortes ist die 1. Eisenbahnbrücke über die Wehranlage der Unstrut. Diese Eisenbahnbrücke wird von vielen Wanderfreunden das Tor zum Reiserschen Tal genannt. Unter diese Brücke findet   seit 10 Jahren am Pfingstmontag das Brückensingen statt. Überregionale Rad und Wanderwege, wie der Unstrut- Wera -Radweg, der Barbarossaweg und der Lokum –Pilgerweg führen durch das Reisersche Tal.